Kategorien von Achterbahnen

 

Achterbahnen können in folgende Gruppen unterteilt werden: 

  • Holzachterbahnen (Wooden Coaster)

  • Mega- Hyper- Giga- und Strata Coaster

  • Loopingbahnen

  • Suspended und Inverted Bahnen, SLC

  • Flying Coasters

  • Mine Trains

  • Indoor Bahnen

  • Wilde Maus und Spining Coaster

  • Shuttle Coaster

  • Bobbahnen

  • Powered Coaster

  • Rockett Coaster

  • Water Coaster

  • Junior Coaster

 

Bei dieser Unterteilung könnte man noch jede Menge Untergruppen auflisten. Denn die Problematik ist: Eine Achterbahn kann gleichzeitig z.B. Katapult, Looping und Indoor Charakteristiken besitzen. Dabei kann sie aber auch ein signifikantes Strecken-Layout besitzen, wodurch man diesem Typ wiederum einer bestimmten Gruppe zuordnen könnte. Zudem entwerfen die Hersteller und Achterbahn-Designer jedes Jahr eine Vielzahl von neuen Typen. Somit wird es nie eine einheitliche Liste geben, die alle Arten von Achterbahnen richtig erfasst.

 

 Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Achterbahnen: Holz und Stahl. Das Rattern, Knarren und Zittern bei einer Holz-Achterbahn-Fahrt ist bei den Fans, vor allem in Amerika, sehr beliebt. Stahl ist im Gegensatz zu Holz besser geeignet für Loopings, Korkenzieher und andere atemberaubende Schienenführungen. Die Geschwindigkeit bei Stahlachterbahnen liegt auch oft um das doppelte höher als bei Holzachterbahnen. Die Zukunft gehört sicherlich die Stahlachterbahn, weil sich die Designer immer neue Formen ausdenken können. Derzeit findet man in fast jedem Freizeitpark mindestens eine Holzachterbahn. Diese Wodden Coaster sind eher als Familienbahn zu betrachten und die Stahlkonstruktionen werden als sogenannte Thrill Rides vermarktet.

 

 

Holzachterbahn - Wooden-Coaster:

Ein Coaster dessen Unterbau (Stützen und Verstrebungen) aus laminiertem Holz bestehen, an die flache Stahl-Verstrebungen befestigt werden. Die unterstützende Struktur ist normalerweise auch aus Holz. Die Laufschienen sind aus Stahl. (Einige Woodern-Coaster sind eigentlich Stahl-Konstruktionen.)

 

Untergruppen:

  • Gebirgsachterbahnen: Ursprung der Achterbahnen in Amerika - das Thema Berg- und Tal-Achterbahn wird dabei behandelt. Beliebt sind diese Bahnen durch den Airtime-Effekt (ausheben aus dem Sitz) bei jeder Talfahrt.

  • Out´n-Back-Coaster: Charakterisieren sich durch eine sehr langgestreckte Hin- und Rückfahrt ohne weitere Kurven. Sind manchmal zusätzlich als Dual-Track-Racing-Coaster ausgeführt.

  • Dual Track Coaster: Diese Coaster besitzen zwei Bahnen, entweder mit unterschiedlichen Streckenführungen, oder mit spiegelgleichen Strecken. Diese Ausführung ist überwiegend bei Holz-Achterbahnen zu finden.

  • Dueling Coaster: Sind Dual-Track-Coaster mit zwei Bahnen, aber mit unterschiedlichen Streckenführungen, wobei die Bahnen an einem oder mehreren Punkten auf Kollisionskurs – d.h. sehr knapp aneinander vorbei fahren.

  • Racing Coaster: Sind Dual-Track-Coaster die sich meistens auf parallelen Streckenführungen ein “Rennen” liefern.

  • High Speed Coaster: Schnelle Holz Achterbahnen. Oftmals sind aber hier auf grund von den hohen Kräften die an der Konstruktion wirken, großteils schon Stahlkonstruktionen in den Hauptstützen vorhanden.

 

Stahlachterbahn - Steel-Coaster:

Schienen und Stützen bestehen aus Stahlkonstruktionen

 

Untergruppen:

  • Wilde Maus (Wild Mouse): Ein Coaster mit mehreren sehr engen Kurven (180°-Kurven) und verkürzten Achsenabstand bei den Waagen. Als Familien-Bahn sind die Wilde-Maus-Konstruktionen am Beliebtesten.

  • Spinning Coaster: Das Schienen-Layout ist ähnlich einer Wilden Maus. Zusätzlich werden bei diesem Typ drehende Waagen verwendet, d.h. die Wagen können während der Fahrt um ihre eigene Achse rotieren.

  • Mine Train (Minen-Achterbahnen) – Ghost Train (Geisterzüge): haben zum Thema den Wilden Westen, wobei der erste Wagen als Lokomotive gestaltet ist. Die bekannteste dieser Bahnen (auch Themed-Coaster genannt), ist “Big Thunder Mountain Railroad“ von Disney. Diese Bahnen (von Arrow Dynamics oder Vekoma) sind sehr familienfreundlich (eher gemütliche Fahrten).g

  • Hyper- und Mega Coaster: Achterbahnen von Intamin unter 60 m Höhe sind Hypercoaster, darüber werden sie als Megacoaster bezeichnet.

  • Mega- und Giga Coaster: Mega, dieser Begriff wurde von Intamin für Bahnen unter 90 m (300 feet) eingeführt. Giga sind über 90 m hoch. Der erste Giga Coaster, “Millennium Force“ wurde in Cedar Point, Ohio, 2000 eröffnet.

  • Strata Coaster: Von Intamin, benötigten 400 Feet (122 m) Höhendifferenz. Der erste Coaster “Dragster“ von Intamin, 2003 in Cedar Point, $ 25 Mio., 128 m hoch, Katapult-Start – 193 km/h schnell innerhalb von 4 Sekunden (mittels Hydroantrieb).

  • Rocket Coaster bez. Accelerator (Kick Start): Die Achterbahnzüge werden aus der Station heraus oder kurz nach der Station, aus dem Stand weg beschleunigt.

  • High Speed Coaster oder Speed Coaster: Hochgeschwindigkeitsbahnen mit maximal Geschwindigkeiten ab 120 km/h, B&M benutzt diesen Begriff.

  • Looping Coaster: Mit Looping-Konstruktionen wie Korkenzieher, Twists, etc.

  • Floorless Coaster: Dieser Achterbahntyp wurde von Bolliger & Mabillard erfunden. Man hat einfach den Boden eines normalen Zuges weggelassen und die Sitze ein wenig erhöht. Dadurch bekommt man ein ganz anderes Fahrgefühl wie bei herkömmlichen Achterbahnen. Die erste Floorless Bahn, wurde 1999 im neuen Six Flags Great Adventure in New Jersey gebaut. Ein weiterer Flooless-Coaster ist der “Kraken“ in Sea World, Florida, 2000.

  • Vertical Drop Coaster bez. Diving Coaster: 1998, im englischen Park “Alton Towers“: der Prototyp “Oblivion“ von B&M, stürzt aus 20 Meter Höhe, senkrecht (87Grad), 55 Meter in die Tiefe (bei 109 km/h und 4,5g) – in ein schwarzes Loch.

  • Free Fall Coaster: siehe LIM-Antrieb.

  • Water Coaster: Eine Kombination von Achterbahn und Wasserrutsche. Zu Beginn, meistens, eine Konstruktion vom Typ Wasserrutsche, die danach in eine kurze Achterbahn-Strecke übergeht.

  • Bobbahn (Flying Turns): Eine Bahn mit 180 Grad Kurven und 360 Grad Kurven (Helix)

  • Junior Coaster: Kinderachterbahnen.

  • Tilt Coasterter oder Cliffhanger: 2001 das erste Model “Gravity Max“ in Discovery World, Taiwan.

  • Twister: Sind Achterbahnen die eine verdrehte Streckenführung aufweisen. Diese Bahnen haben meistens keinen geschlossenen Streckenverlauf und das Layout ist U-förmig ausgeführt

  • Shuttle Coaster - Impulse-Coaster: Ein Shuttle Coaster besitzt keinen geschlossenen Streckenverlauf. Die Fahrstrecke gleicht z.B. einem U-Profil, dessen Endpunkte spiralförmig verdreht sein können. Der Zug wird aus dem Stand heraus mittels LIM-Antrieb beschleunigt.

  • Suspended Coaster: Achterbahnen, die unter der Schiene fahren. Die Wagen dieses Coasters sind so entworfen, dass sie frei unter der Schiene hängen und in den Kurven seitlich schaukeln können. Der Fahrgast sitzt in einem Wagen dessen Führungsrollen nicht unter den Füßen, sondern über dem Kopf laufen. (Hänge-Coaster) – z.B. “Ninja“ in Six Flags Magic Mountain, Kalifornien.

  • Inverted Coaster: Eine Weiterentwicklung der Suspended-Coaster mit den Möglichkeiten von Looping-Konstruktionen (Außen-Loopings) und dergleichen, weil die Wagen seitlich stabilisiert sind. – z.B. “Katun“ in Mirabilandia, Italien.

  • SLC (Suspended Looping Coaster): Ist eine Typenbezeichnung der Firma Vekoma. Diese Bahnen sind technisch gesehen jedoch keine Suspended sondern Inverted-Coaster Der Unterschied zu Inverter der Firma B&M ist, dass der SLC Stoßdämpfer montiert hat

  • Stand Up Coaster: Achterbahnen die man im Stehen fährt (erstmals seit 1983).

  • Flying Coaster: Erster Coaster “Stealth” in Paramounts Great America, Kalifornien, Eröffnung 2000 Bei diesen Achterbahnen, setzen sich die Fahrgäste in einen Sessel, der danach in die Rückenlage kippt. Die Fahrgäste fahren unter den Schienen, mit dem Kopf voran, wodurch ein Gefühl des “Fliegens“ erlebt wird. AIR-Coaster: (Aerial Inversion Ride): Bei diesem Coaster Typ von B&M (Prototyp 2002 in Alton Towers) kippt die Sitzreihe nach vor (Kopf hinunter, Füße hoch). “Volare“ (Volate – lat. fliegen) - erster Prototyp 2002 in Six Flags Elitch Gardens, Colorado. Zweiter Volare-Coaster 2004 im Wr. Prater. Bei diesem Typ steigen die Fahrgäste stehend ein und werden dann in eine Bauchlage gedreht.

  • Die 4. Dimension: Erster Prototyp “X“, 2002 in Six Flags Magic Mountain, Kalifornien. Bei diesem Ride sind die Sitzplätze links und rechts von den Schienen, auf einer waagrechten Achse montiert, so dass während der Fahrt die Sitze 360 Grad Drehungen vorwärts und rückwärts durchführen können.

 

Sonderfeatures:

  • Enclosed-Coaster: Ein Eigenschaft (Coaster-Feature) bei der die ganze Fahrt in einem geschlossenen Gebäude stattfindet. Meistens ist es während der Fahrt dunkel, fast finster (Dark Ride). Es werden manchmal auch bestimmte Licht-Ton oder sonstige Effekte bei diesen Fahrten eingesetzt. Nicht zu verwechseln mit einem Indoor-Coaster der in einem Mehrzweckgebäude (z.B. Einkaufszentrum) untergebracht ist. Beispiele für Enclosed-Coaster: “Euro Sat“ im Europapark, “Space Mountain“ und “Rock’n Roller Coaster“ bei Disney.

  • Indoor-Coaster: Ein Coaster der in einem Gebäude (z.B. Einkaufszentrum) untergebracht ist. Im Gegensatz zu einem Enclosed-Coaster der ein eigenes Gebäude besitzt. Die Fahrt kann auch im Dunklen stattfinden.

  • Themed-Coaster: Ein Coaster, der besondere Effekte und Animationen anbietet um eine bestimmte Stimmung (zu einem bestimmten Thema) zu erzeugen. Einige der Themed-Coaster sind Enclosed.

 

Unterteilung nach Antriebsarten:

 

Lifthill (Steighühel): Die Zuge werden mittels einer Kette oder einem Schlitten einen Lift-Hügel hinaufgezogen.

 

Powerd-Coaster: Anlagen ohne Lifthügel die über ein Drehstromnetz permanent angetrieben werden. Die Züge werden mittels Reibkontakte (unter den Wagen) mit Strom versorgt. Diese Bahnen sind relativ langsam und fahren mit gleichbleibender Geschwindigkeit.

 

Launch (Abschuss) Coaster: Coaster die keinen Lifthill (Steighügel) mit motorisierter Kette benutzen, sondern mittels einen Katapultmechanismus den Zug beschleunigen.

 

       Untergruppen nach Antriebsarten:

  • Shuttle Loop: Beschleunigung des Achterbahnzuges mittels einem Schwungrad oder Weight Drop Lauch (Gewicht das in einem Schacht hinunterfällt)

  • LIM-Antrieb, SSLIM oder LSM: Beschleunigung mittels Elektromagneten (Details siehe Lexikon).

  • Druckluft: (Compressed Air Launch Coaster) Antrieb mittels einem großem Druckluftzylinder.

  • Hydroantrieb: (Öl-Hydraulik) Hydraulisches Öl wird in mit Stickstoff gefüllte Zylinder gepumpt. Der Stickstoff wird zusammengepresst und wirkt wie eine Feder, das Öl ist die Energie. Auf Knopfdruck schießt das Öl in 32 Motoren (bei Top Thrill Dragster), die eine rasend rotierende Kabelrolle antreibt, deren Triebkabel sich wiederum in die Wagen einhakt und sie explosionsartig abschießt. Erste Bahn: “Xcelerator“ von Intamin (2002) in Knott’s Berry Farm, Kalifornien, auf dem 50 Meter langen Launch-Track wird innerhalb von 2,3 Sekunden ein Katapult-Start auf 131 km/h durchführt. 2003 Eröffnet Cedar Point in Ohio mit “Top Thrill Dragster“, eine Bahn mit Lauch Speed 0-193 km/h in 4 seconds (500 bar, 10.000 PS).