Jungle Adventure

 

In San Zeno di Montagna am Gardasee, befindet sich der Abenteuerpark “Jungle Adventure“, welcher eine Art “Hochseil-Kletter-Garten“ ist. Vom See aus geht es hinauf, auf etwa 700 Meter Höhe – und ganz oben, inmitten des Waldes liegt dieser Park. Die Anlage besteht aus einem kleinen Restaurant, Parkplatz, Kassa- und Ausrüstungsschuppen, sowie aus drei verschiedenen Hindernisrouten in luftiger Höhe.

 

Die Routen beginnen jeweils in Bodennähe und führen dann von Baum zu Baum, immer höher hinauf. An jeder Baumstation ist eine kleine Plattform montiert, von der man dann zur nächsten Baumplattform klettern muss. Die luftigen Routen können aus Seilen oder Netzen bestehen - Strickleitern, Hängebrücken mit Netzen oder man schwingt sich mit Seilen, wie mit Lianen, von einer Plattform zur anderen. Hängende Seile zum Hineinsteigen, Holzplanken auf Seilen, Tonnen durch die man hindurchklettert, Ringe auf Seilen oder Stahlseile auf denen man balanciert. Es gibt zwischendurch auch Etappen, bei denen man sich mit einem Roll-Karabiner auf einen Stahlseil einhängt und dann zur nächsten Station hinsaust. Diese Distanzen zu fahren, macht natürlich am meisten Spaß.

 

Besucher können zwischen drei Routen wählen grün (ab 8 Jahren), blau (ab 11 Jahren) und rot (ab 14 Jahren). Das Zeitfenster welches man durchschnittlich braucht um eine dieser Routen zu bewältigen, ist für grün etwa eine Stunde, bei blau zwei und für die rot Tour drei Stunden. Diese Zeitangaben beziehen sich natürlich auch auf den Besucherandrang und auf die persönliche Kondition. Etwas Kondition braucht man zum bewältigen – und schwindelfrei sollte man auch sein, denn bei der blauen und roten Strecke bewegt man sich so auf Höhen zwischen 10 und 15 Metern zwischen den Bäumen. Wobei die Abstände zwischen den Plattformen zwischen drei und 50 Metern betragen.

 

Hat man sich für eine oder mehrere Routen entschieden, dann bekommt man eine Kletterausrüstung mit zwei Sicherungskarabinern, einem Rollkarabiner und Handschuhe. Dann erhält man das Briefing. Diese Einschulung dauert etwa 15 Minuten und wird in italienisch, deutsch oder englisch durchgeführt. Auch Personen die noch nie eine Kletterausrüstung in der Hand hatten, wissen danach damit umzugehen.

 

Bei den ersten Teilabschnitten kontrolliert das Personal, ob die vorher instruierten Handgriffe sitzen, danach ist man auf sich allein gestellt. Unterhalb der Route gibt es einen Wanderweg für Zuseher, auf denen patrouilliert auch das Personal, um im Bedarfsfall eingreifen zu können. Denn immer wieder kommt es vor, dass ein Besucher sich überschätzt und dann vom Personal abgeseilt werden muss. Meistens sind es jedoch die Männer, die sich hier falsch einschätzen, Frauen und vor allem Kinder schaffen es ohne Probleme.

 

Der schwierigste Teilabschnitt ist jener, bei der man sich von einer Plattform, mittels einem Seil hinüberschwingt, hinein in ein senkrechte Netz, das zwischen zwei Bäumen aufgehängt ist. Beim wegschwingen fällt man zuerst einige Meter ab, dann muss man das gegenüberliegende Netz fassen, die Sicherungskarabiner umhängen und im Netz hinaufklettern zur Plattform. Auch das Balancieren auf einem Stahlseil ist nicht ganz einfach. Hier gibt es Steckenabschnitte, wo man sich in Schulterhöhe, links und rechts an einem Seil anhalten kann oder es gibt auch nur ein Halteseil. Wenn man dann einige Meter schon auf dem Seil ist, beginnt das ganze zu schaukeln, nicht nur hinauf und hinunter, auch seitlich schwankt es. Hängende Seile oder Bretter zum Darauftreten bekommen auch ein unkontrollierbares Eigenleben, wenn man darüber gehen will.

 

Es ist schon ein einmaliges Erlebnis, dort zwischen den Bäumen herumzuklettern, aber Vorsicht, nicht die eigene Kondition überschätzen! Während der ganzen Strecke sichert man sich immer selber mittels zwei Karabinern – daher sollte man auch in guter Verfassung sein, wenn man sich in dieses Abenteuer wagt.